Fragen und Antworten rund um das
Thema SEPA finden Sie hier!

Was bedeutet SEPA und was ändert sich?

SEPA lautet ausgeschrieben “Single Euro Payments Area” und bedeutet:

  • Einheitlicher europäischer Zahlungsverkehrsstandard
  • Verbindlicher Einführungstermin für alle Unternehmen und Privatleute: 01.02.2014
  • IBAN und BIC ersetzen die aktuelle Kontonummer und Bankleitzahl
  • Vorteil: Einheitliches Format mit Standards für inländische und europäische Zahlungen

Muss man auf das SEPA-Verfahren umsteigen?

Ja, jeder Kontoinhaber, ob Privatperson oder Unternehmen, ist von der Umstellung auf SEPA betroffen.

Welche Länder sind betroffen?

27 EU-Mitgliedstaaten, sowie zusätzlich Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, Schweiz

Was bedeutet die IBAN und der BIC?

IBAN und BIC ersetzen die bisherige Kontonummer und Bankleitzahl. Diese kann man auf dem Kontoauszug nachlesen oder bei der entsprechenden Hausbank erfragen.

IBAN (International Bank Account Number)

  • 22 alphanumerische Zeichen
  • 2-stellige Länderkennung
  • 2-stellige Prüfziffer
  • Bankleitzahl und Kontonummer

BIC (Bank Identifier Code)

  • 4-stellige Bankbezeichnung
  • 2-stellige Länderkennung
  • 2-stellige Orts-/Regionenangabe
  • Filialbezeichnung

Der BIC ist die internationale Bankleitzahl eines Zahlungsdienstleisters.

Gibt es neue Überweisungsträger?

Ja, es gibt neue Überweisungsträger für SEPA. Aus den Feldern Kontonummer und Bankleitzahl werden nun IBAN und BIC. Überweisungen können in Euro an ein Konto innerhalb des SEPA-Raums durchgeführt werden.

Was sind die Unterschiede zwischen einer SEPA-Basislastschrift und dem bisher geltenden Einzugsermächtigungsverfahren?

Was sind die Unterschiede zwischen (bisherigem) Lastschriftverfahren und (neuem) SEPA-Lastschriftverfahren?

Kriterium SEPA Lastschrift Einzugsermächtigungsverfahren
Nutzungsmöglichkeit National und grenzüberschreitend (in EUR) Rein national (in EUR)
Festes Fälligkeitsdatum Ja Ja
Erstattungsanspruch des Zahlungspflichtigen 8 Wochen ab Belastung Max. 6 Wochen nach Rechnungsabschluss
Eindeutige Identifikation des Mandats Ja, durch Gläubiger-ID und Mandatsreferenz Nein
Kundenkennung IBAN und BIC Kontonummer und Bankleitzahl
Geltungsdauer des Mandats Unbefristet, aber Verfall nach 36 Monaten bei Nichtnutzung Einzugsermächtigung gilt unbefristet bis auf Widerruf
Aufbewahrung des Mandats Beim Zahlungsempfänger Beim Zahlungsempfänger

Was ist ein SEPA-Lastschriftmandat?

Ein SEPA-Lastschriftmandat ist die rechtliche Basis für den Einzug von SEPA-Lastschriften. Ein Mandat umfasst die Zustimmung des Kunden (Zahlungspflichtigen) zum Einzug der Zahlung per SEPA-Lastschrift an den Zahlungsempfänger.

Wie lange ist ein SEPA-Lastschriftmandat gültig?

Generell gilt ein SEPA-Lastschriftmandat unbefristet bzw. bis zum Widerruf durch den Zahlungspflichtigen. Werden jedoch binnen 36 Monaten seit dem letztem Einzug keine Folgelastschriften vom Zahlungsempfänger eingereicht, verfällt dieses Lastschriftmandat. Sollen nach Ablauf dieser Frist erneut SEPA-Lastschriften eingezogen werden, muss ein neues SEPA-Lastschriftmandat vom Zahlungspflichtigen eingeholt werden. Die 36-Monatsfrist beginnt mit dem ersten Einzug einer SEPA-Lastschrift und dann erneut mit der Fälligkeit jeder Folgelastschrift – dies gilt aus für SEPA-Firmenlastschriftmandate.

Was ist unter „Pre-Notification“ zu verstehen?

Pre-Notification ist die „Vorankündigung“ an den Kunden wann der Betrag per Lastschrift von seinem Konto gezogen wird. Die Pre-Notification wird auf der Rechnung angekündigt, sie beträgt in Deutschland 10 Tage und in Österreich 20 Tage, entspricht der Fälligkeit und ist in den AGB vereinbart.