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Zeit zum Erholen – Wie Kur und
Reha die Gesundheit unterstützen

Viele Menschen denken: Eine Kur macht man erst, wenn man krank ist. Das ist so nicht richtig! Wir klären auf, was der Unterschied zwischen einer Kur und einer Rehabilitation (Reha) ist, wie sie sich beantragen lassen und welche Therapie-Arten es gibt.

Prinzipell macht es für den Patienten keinen großen Unterschied, ob er eine Kur- oder eine Reha-Klinik besucht – in beiden Einrichtungen werden Therapiemaßnahmen zur gesundheitlichen Vor- und Nachsorge angeboten, normalerweise für eine Dauer von 3 Wochen bzw. 20 Behandlungstagen. Entscheidend ist das Ziel, das man mit dem Besuch einer dieser Einrichtungen erreichen möchte:

Mögliche Gründe für eine Kur

Festigung der Gesundheit
Vor- oder Nachsorge

  • Erkrankungen der Knochen, Muskeln, Bänder
  • Stoffwechselerkrankungen
  • Atemwegserkrankungen
  • Bewältigung von Alltagsstress (Mütter & Väter)
  • Suchterkrankungen
Mögliche Gründe für eine Kur

Beantragung: Attest vom Arzt ausstellen lassen und Antrag an die Krankenkasse stellen

Kostenübernahme:
• Krankenkasse (nur, wenn alle therapeutischen Maßnahmen bereits ausgeschöpft sind)

Mögliche Gründe für eine Reha

Wiederherstellung der Gesundheit
Nachsorge

  • Schlaganfall, Herzinfarkt
  • Bandscheibenvorfälle oder schwere Brüche
  • psychosomatische Erkrankungen
  • Krebserkrankungen
  • Depressionen
Mögliche Gründe für eine Kur

Beantragung: Attest vom Arzt ausstellen lassen und Antrag an die Renten- bzw. Unfallversicherung stellen

Kostenübernahme:
Rentenversicherung (bei Erhaltung/Wiederherstellung der Arbeitskraft) ODER
Unfallversicherung (bei berufsbedingter Erkrankung oder Arbeitsunfall)

Grundsätzlich können Kur und Reha entweder ambulant oder stationär durchgeführt werden. Jedoch gibt es bestimmte Voraussetzungen, die jeweils erfüllt werden müssen.

Ambulante Therapie

Ambulante Therapie

  • Standard für Kur- und Reha-Behandlungen
  • Besuch einer Kur- oder Rehaeinrichtung für Anwendungen und Therapien
  • Unterkunft muss selbst organisiert werden
  • kann alle drei Jahre beantragt werden
  • keine Krankschreibung, ggf. Urlaub beantragen
Stationäre Therapie

Stationäre Therapie

  • Nur, wenn ambulante Methoden nicht ausreichen
  • Unterbringung in einer Kur- oder Rehaeinrichtung für die gesamte Dauer der
    Kur / Reha
  • Unterkunft und Verpflegung werden gestellt
  • kann alle vier Jahre beantragt werden
  • Krankschreibung für die Dauer der Kur / Reha

1. Mit dem Arzt sprechen

Ihr Hausarzt kann beurteilen, ob eine Kur für Sie infrage kommt. Dafür müssen alle Therapiemöglichkeiten an Ihrem Wohnort ausgeschöpft sein. Ist das der Fall, kann je nach Krankheits- bzw. Vorsorgebild eine ambulante oder stationäre Kur ins Auge gefasst werden. Achtung: Eine Reha kann nur von einem Facharzt verordnet werden!

2. Antragsformular ausfüllen

Dieses erhalten Sie bei Ihrer Krankenkasse. Ihr Arzt wird das Formular für Sie ausfüllen, Behandlungsziele festlegen und begründen, warum die Kur in Ihrem Fall sinnvoll bzw. nötig ist.

3. Antrag einreichen

Reichen Sie das Formular und die dazugehörigen Unterlagen bei Ihrer Krankenkasse ein. Diese wird Ihren Antrag prüfen.

4. Abgelehnt? Widerspruch einlegen!

Kuranträge werden häufig abgelehnt – mit einem eingelegten Widerspruch haben Sie jedoch gute Chancen, die Kur doch noch bewilligt zu bekommen. Bitten Sie Ihren Arzt ruhig noch einmal darum, die Notwendigkeit Ihrer Kur fachlich zu begründen.

5. Kurort wählen

Wurde die Kur bewilligt, haben Sie normalerweise vier Monate Zeit, um die Kur anzutreten. Ihr Arzt sucht mit Ihnen einen passenden Kurort aus. Nach Ablauf der Frist verfällt der Kuranspruch.

Wichtiger Hinweis: Bei Beantragung einer Reha kommen auch andere Kostenträger infrage.
Die Zuständigkeit richtet sich nach den Umständen der Erkrankung sowie den Zielen der Reha-Maßnahme: Reha dient zur Vermeidung der Pflegebedürftigkeit: Krankenkasse
Reha ist notwendig, um die Erwerbsfähigkeit des Patienten zu erhalten: Rentenkasse
Reha folgt auf berufsbedingte Krankheit bzw. Unfälle: Unfallversicherung
Der Antrag kann grundsätzlich bei jedem Sozialleistungsträger gestellt werden. Ist die Stelle nicht zuständig, muss diese Ihren Antrag an die richtige Versicherung weiterleiten. Dadurch verzögert sich jedoch die Bearbeitung.

Schonklima

Schonklima

Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Kuraufenthalt im Mittelgebirge,
z. B. Harz, Schwarzwald

Reizklima

Reizklima

Atemwegserkrankungen
Kuraufenthalt am Meer oder in
den Bergen, z. B. Ostsee, Alpen

Bewegung

Bewegung

Übergewicht,
Rückenschmerzen

z. B. Wandern, Radfahren

Bäderkur

Bäderkur

Allgemein einsetzbar
z. B. Mineralheilbäder,
Thermalbäder, Kneipp-Kuren

Schlammkur

Schlammkur

Arthrose / Rheuma
Anwendungen mit Schlammpackungen
und Thermalwasser

Ernährungskur

Ernährungskur

Diabetes, Übergewicht
Diätprogramm, Schulungen,
Vorträge je nach Bedürfnis

Massagen

Massagen

Osteoporose,
Rückenschmerzen

auch mit Physiotherapie

Entspannung

Entspannung

Burnout
z. B. Yoga, Qui Gong,
Wärmebehandlungen

Krafttraining

Krafttraining

Osteoporose, nach Muskeloder
Gelenksverletzungen

z. B. Hantelübungen

Familie

Entspannung

Eltern-Kind-Kur
Zur Stärkung der
Eltern-Kind-Beziehung

Haben Sie Fragen zum Thema Kur oder Reha?

Ihr Hausarzt und Ihre Krankenkasse können Ihnen individuelle Fragen beantworten und schnellstmöglich weiterhelfen.

Außerdem stehen Ihnen zum Thema Mutter-/Vater-Kind-Kuren der Deutsche Caritasverband e.V. (www.caritas.de) und das Deutsche Müttergenesungswerk (www.muettergenesungswerk.de) beratend und unterstützend zur Seite.