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Schlemmen mit Genuss im Urlaub –
Tipps für ein gutes Bauchgefühl

Unterwegs und im Urlaub möchte jeder die regionale Küche und die fremden Speisen genießen. Doch Achtung – besonders in fernen Ländern ist Vorsicht geboten. Denn unser Magen ist meist nicht an die ländertypischen Gewürze, besondere Schärfe oder an die lokalen Hygienestandards gewöhnt. So kann es schnell dazu kommen, dass Durchfall die Urlaubsstimmung vermiest. Achten Sie daher darauf, dass für den ein oder anderen Notfall Ihre Reiseapotheke bestens ausgestattet ist.

Von Durchfall (Diarrhoe) spricht man, wenn die Beschaffenheit des Stuhls sehr weich, breiig bis wässrig und die Frequenz bei Erwachsenen mindestens 3-mal täglich und bei Babys mindestens 5-mal täglich ist. Außerdem ist sowohl das Volumen als auch das Gewicht der Ausscheidung meist erhöht.

Kommt zum Durchfall Erbrechen hinzu, spricht man von einer Magen-Darm-„Grippe“ oder einem Magen-Darm-Infekt.

Ob Durchfall allein oder in Kombination mit Erbrechen – beides sollte mit ausreichender Flüssigkeitszufuhr und Schonkost nach zwei Tagen abgeklungen sein. Andernfalls ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Denn durch den Flüssigkeitsverlust besteht die Gefahr des Austrocknens (Dehydrierung), vor allem bei älteren Menschen und Kindern.

Prinzipiell unterscheidet man zwischen zwei Formen von Durchfall: plötzlich einsetzender (akuter) Durchfall und länger anhaltender (chronischer) Durchfall.

Wo im Körper liegt die Ursache für Durchfall?

Aufgrund der Beschaffenheit des Stuhlgangs kann grob diagnostiziert werden, wo im Darm der Durchfall seine Ursache hat.

Dünndarm:
wässrig, voluminös, teilweise
schaumig, mit unverdauten
Nahrungsresten

Dickdarm/Enddarm:
mehrmals kleine Mengen,
eventuell Blut/Schleim,
vermehrter Stuhldrang

Wo im Körper liegt die Ursache für Durchfall?

Grundsätzlich kann man sagen, dass es zwei Ursachen für die Entstehung von Durchfall gibt:

sektorische Diarrhoe

  • Entzündung des Darms
  • vermehrte Wasser-, Salz- und eventuell Blut-/Schleimabgabe
  • hervorgerufen durch Viren, Bakterien und / oder Parasiten

Infektionen und Lebensmittelvergiftungen

  • - durch Verunreinigungen in Nahrungsmitteln oder Trinkwasser
  • - Bakterien: Salmonellen, Campylobacter oder Escherichia coli
  • - Viren: Norwalk-Virus, Cytomegalievirus oder Hepatitis-Viren, Rotaviren, Adenoviren
  • - Parasiten: meist in tropischen und subtropischen Ländern

osmotische Diarrhoe

  • Verbleib von Fetten und/oder Stärke im Darm, die Flüssigkeiten binden und
    so den Stuhlgang verdünnen
  • hervorgerufen durch Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Medikamente

Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Nahrungsmittelallergien

  • - häufige Auslöser: Milch, Hühnereiweiß, Nüsse oder Fisch; aber auch Koffein,
    Alkohol oder schlecht verdaubare Nahrungsmittelbestandteile (Ballaststoffe,
    Sorbit, Fruktose und Laktose)
  • - Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie Laktose-/Fruktoseintoleranz

Medikamentenbedingter Durchfall

  • - besonders durch Antibiotika hervorgerufen (bei Infektionen, z. B.
    Atemwegserkrankungen); verschriebene Antibiotika wirken gegen die Erreger
    der Infektion, gleichzeitig aber auch gegen die „guten“ Bakterien, welche die
    Darmflora bilden. Daher ist es nach einer solchen Therapie ratsam, eine
    Darmsanierung durchzuführen.
  • - überdosierte Abführmittel

Besonders bei Reisen in ferne Länder tritt Durchfall sehr häufig auf. Grund dafür sind meist Erreger wie Bakterien, Viren oder Parasiten. Zum Glück verschwindet dieser Durchfall mit ein paar kleinen Maßnahmen wie von selbst nach drei bis vier Tagen.

Wie lässt sich ein Magen-Darm-Infekt im Urlaub vermeiden?

  • Essen Sie frisch zubereitete Nahrungsmittel.
  • Vermeiden Sie rohe und kühlpflichtige Produkte wie z. B. Fisch, Meeresfrüchte
    und Salate.
  • Zum Trinken und Zähneputzen nehmen Sie bitte nur original in Flaschen
    abgefülltes Wasser.
  • Halten Sie Insekten von Nahrungsmitteln fern.
  • Vergessen Sie nach dem Händewaschen das Desinfizieren der Hände nicht.
  • Nutzen Sie Papierhandtücher zum Händetrocknen.
  • Achten Sie auf die Sauberkeit der Pools.

Besonders dann, wenn man es am wenigsten braucht – im Urlaub – belastet Durchfall den Körper sehr häufig. Durchfall wird durch bestimmte Erreger hervorgerufen (Viren, Bakterien, Parasiten). Denken Sie bei Ihrer Reisevorbereitung deshalb unbedingt an geeignete Mittel gegen Durchfall für die ganze Familie. In fast allen Reiseländern können Sie diese aber auch bei Bedarf nachkaufen. Bei leichtem Durchfall helfen sie sehr schnell und sind gut verträglich.

Meist hören die Darmbeschwerden nach wenigen Tagen von alleine auf. Bitte gehen Sie dennoch zum Arzt, wenn:

  • zusätzlich Fieber auftritt
  • Durchfall länger als zwei Tage anhält
  • Sie sich erschöpft fühlen
  • Sie häufig erbrechen
  • Blut-/Schleimbeimengungen sichtbar sind
  • Krämpfe oder Schüttelfrost hinzukommen


Bei leichtem Erbrechen und Übelkeit, zum Beispiel als Symptome eines Magen-Darm-Infektes, hilft es häufig schon, einige Tage den Magen zu schonen. Meiden Sie also fettreiche Kost und gönnen Sie sich ausreichend Ruhe. Trinken Sie zudem viel ungesüßten Kamillen- oder Fencheltee oder kohlensäurearmes Wasser.

Bei anhaltenden Beschwerden sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Gleiches gilt für andauerndes Erbrechen sowie das Erbrechen von Blut.

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn die Kombination folgender Symptome auftritt: blutiger oder schleimiger Durchfall mit Fieber, Erbrechen und Schmerzen. Diese Kombination kann auf Malaria, Cholera, Typhus oder andere schwere Erkrankungen hinweisen und bedarf eines sofortigen Arztbesuches. Eine Sofortmaßnahme, die den Arztbesuch jedoch nicht ersetzt, ist der Ausgleich des Flüssigkeits- und Mineralstoffhaushaltes.

Inzwischen gibt es eine Impfung gegen Cholera, eine schwere bakterielle Infektion, welche durch das Bakterium Vibrio cholerae hervorgerufen wird und starken Brechdurchfall verursacht.

Bei Malaria, Cholera und Typhus handelt es sich um schwerwiegende Erkrankungen, die nicht weltweit verbreitet sind. Informieren Sie sich bei der Wahl Ihres Reiseziels beim Tropischen Institut und Ihrem Arzt über eine mögliche Impfung bzw. Prophylaxe.

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